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Vorteile der Reinraumtechnik

10 gute Gründe die für Reinraumtechnik sprechen

Fertigung unter kontrollierten Bedingungen

Eine Fertigung unter kontrollierten Bedingungen ermöglicht die sichere, fehlerreduzierte und qualifizierte Abbildung relevanter Produktionsprozesse. Im Vergleich zu Normalbedingungen ohne eine partikelarme, reine Umgebung werden bisher nicht oder nur erschwert darzustellende Fertigungsabläufe bei gleichzeitig gesteigerter Produktqualität und Produktivität möglich.

Präventive und faktische Reduktion luftgetragener Partikel

Reinrauminfrastrukturen gewährleisten eine Minimierung luftgetragener Partikel und eine klare Abgrenzung von angrenzenden Produktions- und Lagerbereichen. Eine Querkontamination aus dem Reinstbereich vor- und nachgelagerten Produktions-, Lager- und Verpackbereichen kann so sinnvoll verhindert und die Partikelkonzentration auf ein Minimum reduziert werden.

Meist kann durch Partikelmessungen und andere Messverfahren eindeutig belegt werden, dass durch die Implementierung eines Reinraums wesentliche und quantifizierbare Verbesserungen erzielt wurden. In manchen Fällen ist die präventive Erhöhung der Sauberkeitsanforderungen beispielsweise Kundenanforderungen und einer zukunftorientierten Qualitätssicherung geschuldet, ohne dass im Vorfeld bereits eindeutige Verbesserungen messebar sind. Oftmals können erzielte Ergebnisse erst nach einer Umstellung der Fertigungsprozesse faktisch belegt werden.

Kostenersparnis durch Reduktion von Fehlerquoten und Kosten für Nachbesserung und Ausschuss

Die Schaffung und Implementierung eines Sauberraums bzw. einer kontrollierten Umgebung gemäß EN ISO 14644 geht immer einher mit der Einführung neuer Materialfluss- und Schleusenkonzepte für das Personal. Die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die klare Trennung verschiedener Sauber- bzw. Reinheitsanforderungen führt in nahezu allen Fällen zu einer deutlichen Reduktion der Fehler- bzw. Ausschussquote und damit zu einer quantifizierbaren Kostenersparnis.vergleichbar.

Kostengünstiger und modularer Einstieg in die Reinraumtechnik möglich

Meist wird davon ausgegangen, dass die Anschaffung eines Reinraums mit immensen Kosten verbunden ist. Je nach Größe des Raumes, der geforderten Reinraumklasse und einer etwaig erforderlichen Klimatisierung sind neben den Investitionskosten selbstverständlich auch die energetischen Betriebskosten der Anlage kalkulatorisch zu berücksichtigen.

Die sehr flexible und modulare Bauweise unserer Systemräume ermöglicht jedoch, mit einer kostengünstigen Einstiegslösung zu starten welche die aktuell gegebenen Mindestanforderungen erfüllt. Die spätere, schrittweise Vergrößerung der Reinraumfläche und die Nachrüstung bzw. Erweiterung des raumlufttechnischen Konzeptes ist  den betrieblichen Erfordernissen und Möglichkeiten anpassbar.

Zukunftssichere Investition und Investitionsverlagerung

Mit moderner Reinraumtechnik und technologischen Reinräumen ist eine zukunftssichere Ausrichtung der Fertigung möglich. Die Herstellung partikelarmer Reinstflächen bildet die Grundlage für zukünftige Reinheitsanforderungen, welche branchenübergreifend in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen sind. Die Zahl der europaweit installierten Reinrauminfrastrukturen hat seit dem Jahrtausendwechsel erheblich zugenommen und es ist mit einem weiteren, umfangreichen Anstieg der Reinraumflächen zu rechnen.

Der schwebende Übergang von einem Sauberraum, beispielsweise in Form eines bereinigten Hallenbüros, zu einem nach ISO 8 gemäß EN ISO 14644 qualifizierbaren Reinraum führt zu einer überschaubaren Mehrinvestition und damit oftmals nur zu einer Investitionsverlagerung.

Technologischer Fortschritt durch Schaffung von Reinrauminfrastrukturen

Die Fortentwicklung eigener Technologien, die Entwicklung neuer Verfahren und Optimierung vorhandener Prozesse wird in vielen Fällen sehr wesentlich durch die Einführung von Reinrauminfrastrukturen unterstützt und gefördert.

Zu beachten ist hierbei, dass nicht ausschließlich eine partikelreduzierte, reine Umgebung dafür Verantwortung trägt, sondern im Rahmen der Reinraumimplementierung eine ganzheitliche Betrachtung der betrieblichen Prozesse und Abläufe erforderlich ist. Die unter Reinraumgesichtspunkten erstellte Analyse resultiert in einer klaren Trennung verschiedener Sauberanforderungen bzw. Reinheitsklassen und damit in einer Reorganisation bestehender Strukturen.

Positive Auswirkung auf dem Reinraum vor- und nachgelagerte Bereiche und Prozesse

Ein effizienter und dauerhaft wirksamer Betrieb einer Reinraumfläche ist nur möglich, wenn die ganzheitliche Betrachtungsweise des betrieblichen Umfeldes und der vorhandenen Materialflüsse berücksichtigt wird und erforderliche Umstrukturierungen umgesetzt werden. Dies gilt auch für den Personenfluss und das hiermit einhergehende Bekleidungskonzept.

Die Anschaffung eines Reinraums hat, vereinfacht ausgedrückt, stets eine bereinigende und positive Auswirkung auf angrenzende bzw. dem Reinraum vor- und nachgelagerte Prozesse, da diese den geänderten Anforderungen angepasst werden müssen. Die Einführung und Umsetzung neuer Abläufe kann oftmals mit einfachen und kostengünstigen Mitteln erfolgen.

Optimierung und Verschlankung von Prozessen

Die reinraumspezifische Gestaltung und Optimierung von Prozessen ist ein wichtiger Baustein für die Verbesserung der Produktqualität. Die Kostenreduktion durch eine Verringerung der Durchlaufzeit und eine Senkung der Fehlerquote ist dem selbstverständlich gleichzusetzen.

Zur Prozessoptimierung zählen unter anderem:

– differenzierte Bekleidungskonzepte für Schwarz-, Grau- und Weißbereiche, abhängig von Reinraumklasse und Produkt
– Trennung von Transport- und Lagerbehältnissen (KLT, Transportwagen, etc.)
– Auswahl geeigneter Verpackungsmaterialien, Aussortieren nicht geeigneten Materials
– Erstellung von Risikoanalysen

Erfüllung der Reinheitsvorgaben und gestellter Anforderungen

In vielen Wirtschaftszweigen sind die Sauberkeits- bzw. Reinheitsanforderungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mehr und mehr Branchen werden mit Anforderungen konfrontiert, die auf den ersten Blick oftmals nicht nachzuvollziehen sind. Die Richtlinien der VDI 2083 sowie die Anforderungen der ISO 16232 (VDA 19) finden nicht nur bei klassischen OEM’s Anwendung.

Um den kunden- und branchenspezifischen Anforderungen gerecht werden und vorgegebene Reinheitswerte einhalten zu können, ist die Anschaffung eines modularen Reinraums in Systembauweise meist die einzig richtige Lösung. Ein qualifizierter Reinraum stellt sicher und dokumentiert, dass alle geforderten Maßgaben erfüllt werden.

Die Abnahme und Inbetriebnahme eines Reinraums erfolgt nach den Vorschriften der ISO-Norm 14644. Gemessen bzw. dokumentiert wird hierbei Temperatur, Feuchte, Überdruck, Luftwechselrate, Volumenstromgeschwindigkeit, Partikelzahl und Schallpegel.

Gewinnung neuer Kunden und Erschließung neuer Märkte

Die Erfüllung und dauerhafte Einhaltung von Qualitätsvorgaben durch den Betrieb einer modernen Reinrauminfrastruktur hat in den meisten Fällen eine bedeutende Außenwirkung.

Einerseits ist die Anschaffung eines Reinraums eine wichtige Maßnahme um aktuelle Kundenanforderungen erfüllen zu können, andererseits lassen sich nur so weitere Kunden mit gleichartigen Produkten und Anforderungen gewinnen, Marktanteile ausbauen und neue Märkte erschließen. Oftmals werden Reinraumanlagen großzügig verglast um Besuchern einen gezielten Einblick in die reine Fertigung zu ermöglichen. Zur Durchführung von Kundenaudits und zur Vermarktung des eigenen Reinraums werden häufig Besuchergänge bei der Grundrissgestaltung eingeplant und in die Reinraumstruktur integriert.